skip to content

 
Hallo und Willkommen zu Voll auf Touren 2006 - unterwegs in den Dolomiten.
 
Tag 1:
Eigentlich wollten wir vom 02.09. - 09.09.2006 zu sechst dort hinfahren, aber wie so oft kommt es immer etwas anders als geplant. Vier Wochen vor Start fällt Jochen von der Leiter und zieht sich komplizierten Unterarm- und Handgelenkbruch zu. Klar das somit Lisa und Jochen ausfallen. Zwei Tage vor Abfahrt die nächste Hiobsbotschaft, Heike hat sich wohl dank ihres Arbeitgebers eine fette Grippe gefangen und fällt auch aus. Na so etwas hatte ich schon einmal, dass endete seinerzeit dann Rettungshubschrauber Einsatz am Rolle Pass. Aber nicht dieses Jahr. Nun sind wir halt nur noch zu dritt, Jutta, Uwe und ich.
Doch zunächst mal etwas zu dem Namen Voll auf Touren, der kommt aus einen Angebot unseres Hotels in den Dolomiten, dem
Nigglhof in Welschnoven, liegt unterhalb des Karersee. Dorthin zieht es mich nun schon das sechste mal und alle anderen zum dritten mal hin. Dieser Name ist sozusagen Programm, sieben Tage in direkter Nähe zu den schönsten Passstrassen in Südtirol. Nach einen guten Frühstück im Hotel losfahren und am Abend durch die vortreffliche Küche von Mutter Fini verwöhnt werden, so lassen wir uns Voll auf Touren gefallen.
Nun Jutta und ich, wir reisen über zwei Tage verteilt mit dem Motorrad an, Uwe wird am 2. September mit Auto und der BMW auf dem Anhänger nachkommen. Die Motorräder stehen fertig gepackt in der Garage und am frühen morgen des 1. September brechen wir auf.Total unspektakulär geht es über BAB 61, 8 und 7 Richtung Allgäu und ab dort dann über A 96 und ab der Grenze zu Österreich die A 14 in einem Rutsch gute 630 Km durch bis Feldkirch in Vorarlberg. Es geht erstaunlich gut und flott voran, bis auf etwas sehr zähfliesenden Verkehr vor dem Aichelberg kommen wir ungehindert durch.  Wir sind in Feldkirch, so auf den ersten Eindruck ein nettes Städtchen. Da wir so Zeitig da sind und zudem das Hotelzimmer uns nicht besonders in seinen Bann zieht, machen wir uns kurzerhand auf den Weg in die Stadt.
Hotel Lowen in Feldkirch
Wie schon bei der Durchfahrt auf dem Weg zum Hotel, so stellen wir auch beim Bummeln durch Feldkirch fest, dass es wirklich so nett ist. In der Fussgängerzone kehren wir daher auch gerne im Johanniterhof ein. Im schattigen Gastgarten geniessen wir bei Vorarlberger Kässspatzen, einem Wiener Schnitzel (ich musste da wohl Jugenderinnerungen auffrischen) und leckerem trüben Hausbier das treiben vor uns auf der Strasse. Wir haben unheimliches Glück, da genau gegenüber die Postfiliale grade zur besten Filiale gekürt wurde. So bieten Zeitungsreporter und etwas aus dem Leim gegangene Postler in Radtrikots genügend Unterhaltung und Kurzweil.

 
Tag 2:
Der zweite Tag unserer Anreise beginnt mit einer kleinen Überraschung, der Feststellung das es, je nachdem ob man nur Übernachtungsgast oder länger bleibender Gast ist, Unterschiede bei der Bewirtung gibt.

Zum Frühstück kommen wir herunter in den Gastraum, dort ist nett aufgedeckt und wir freuen uns schon auf unser Frühstück. Da es an den Tischen keinerlei Hinweise auf die Zimmer gibt setzen wir uns an einen mit zwei Gedecken. Kaum das wir sitzen erscheint eine Kellnerin und fragt nach der Zimmernummer, “ Zimmer 26 ?!, dann folgen Sie mir bitte ”. Es geht in einen Nebenraum. Nun ja, auch dort ist gedeckt, nur anstatt der Tischdecke gibt es Papierunterleger, auch die Marmelade ist nicht mehr die gute aus einem Betrieb in Bludenz und die Bänke sind ungepolstert. Kurz überlege ich ob es sich lohnt deshalb nachzufragen, lasse es aber, zum einen ist es viel zu früh dass ich mich aufregen sollte, zum anderen habe ich für mehr Geld schon weit schlechter gefrühstückt. Also lassen wir es uns trotzdem schmecken.
   
Nach bezahlen und dem Verstauen des Gepäckes geht es weiter. Zunächst noch etwas über die A14, dann aber rauf auf Landstrassen und durchs Montafon hin zur Silvretta. Es läuft ganz gut und ehe wir uns versehen sind wir an der Mautstelle. Geduldig reihen wir uns in die Schlange ein, nachdem wir 10 Euro je Motorrad losgeworden sind geht es hinauf zur Biehler Höhe und dem Silvrettastausee.

Anfahrt zur SilvrettaAnfahrt zur Silvretta     

 

 

 

Beim Blick in den Rückspiegel kann ich nicht anders, kurz auf den Auslöser gedrückt und Jutta mit Bergen im Hintergrund erwischt.
 

 
 
 
 
 
 
Weiter geht es über Galltür, Ischgel, hier soll die Sissi und der Franzel früher oft gewesen sein, in Richtung Landeck. So langsam könnten wir etwas zu Mittag vertragen, doch bei der Durchfahrt durch Landeck findet sich nichts rechtes. Also lassen wir es noch etwas rollen. In der Nähe von Flies sehen wir vor einem Gasthof mehrere betagtere Motorräder, also nix wie ab auf den Parkplatz, runter von der Sitzbank und rauf auf den Stuhl.  
   
 
Nach leckeren Nudeln und Fleisch auf Toast machen wir uns wieder auf den Weg. So langsam nähern wir uns dem Reschenpass und was uns auf der Autobahn gestern weitestgehend erspart blieb, daß holen wir nun nach. Baustelle und Stau. Und grade als wir sozusagen Land sehen, da müssen wir feststellen das so gut zwei bis vier Autos vor uns der Träumer des Tages fährt. Getreu dem Motto, Ich schone die Umwelt stellt er bei den Rotphasen den Motor ab und startet denselbigen aber auch erst wieder wenn die anderen schon wieder fahren. So verpaßt er uns zwei unnötige Rotphasen. Mir platz der Kragen und beim nächsten “ Anlassen” bin ich vorbei, nun gut komme auch nur bis zur roten Ampel, doch lasse ich soviel Platz das Jutta und noch ein paar andere Motorradfahrer mit in die ersten Startreihen kommen. Rot - Gelb und endlich Grün. Der “ Anlasser” so scheint es hat das vorziehen von mir wohl irgendwie in den falschen Hals bekommen und entwickelt auf einmal ungeahnte Fahrfähigkeiten.    
 
 
 
    
Doch lassen wir ihn bald hinter uns und erreichen den Reschenpass und wechseln von Österreich nach Italien. Kurz darauf sind wir auch am Reschensee, nur aus einem kurzen Stop an der dort noch aus dem Wasser ragenden Kirche wird nix. Alles an freien Parkplätzen ist belegt und für eine kurze Rast auf einen zu bezahlenden Parkplatz verkneifen wir uns. Weiter geht es also über die SS 38in Richtung Meran.  
Leider erweist sich der Weg bis Meran als ziemliche Durststrecke. Zum einen scheinen die Vinschgauer ihre Liebe zur Kreisverkehren entdeckt zu haben und zum anderen ist wohl grade Erntezeit. Aus fast jeder Seitenstrasse, bzw. jedem Feldweg schiessen Traktoren mit ihren langen schmalen Hängern, hochbeladen mit Obstkisten. Und alle wollen Richtung Meran. Dazwischen dann noch ein paar Wohnmobile, Radfahrer und Ape, womit dann die Reisegeschwindigkeit drastisch herabgesetzt wird.    
Irgendwie haben wir es dann doch geschafft, wir sind in Meran. Jetzt nur schnell rauf auf die Autobahn und die paar Kilometer nach Bozen mit Tempo 110 einfach mal geniessen. In Bozen Richtung Brenner gehalten und ab ins den Tunnel zum Eggental.

Eggental, endlich sind wir an der Einfahrt zum Eggental. Irgendwie ist das so das erste ankommen. Erst durch den Tunnel und dann die ersten Kilometer zwischen den Felsvorsprüngen langfahren. Doch welche Überraschung, es wir gebaut. Wie wir später von Roland im Nigglhof erfahren wird ein weiterer ca 1.400 Meter langer Tunnel durch den Fels getrieben. Nach dessen geplanter Inbetriebnahme gegen Ende 2007 wird die Fahrt zwischen den Felsvorsprüngen nicht mehr möglich sein. Somit wir ein aus meiner Sicht, schönstes Stück Eggental und Weg zum Karerpass verschwinden. Für die Anwohner die Tagein und aus die Strecke fahren müssen sicherlich eine Erleichterung, für uns Motorradfahrer ein Verlust.  
 
Endlich ist unser Reiseziel und Domizil für die nächsten 7 Tage erreicht, der Nigglhof in Nova Levante. Und wie schon so oft in den vergangenen Jahren wird ersteinmal der Blick auf den Rosengarten genossen.
 
Inzwischen ist auch Uwe angekommen. Nur noch schnell seine BMW vom Hänger geholt und dann geniessen wir das angekommen sein und das leckere Nigglhof Essen.
 

 

 
 

3 Tag:
 
Für unseren ersten Tag in Südtirol wollen wir es langsam angehen lassen. Einfach nur so ein wenig rumfahren. Daraus geworden ist dann die Tour, Nova Levante - Karerpass - Canazai - Fedaja - Alleghe - Agordo - Paso di Rolle - Predazzo - Moena - Karerpass - Nova Levante mit gut 210 Km. Einfach nur ein bißchen zum Einstimmen halt.
 
Fedaja StauseeAbfahrt vom Fedaja
FedajaStausee                          Abfahrt vom Fedaja
 
In Palue endecken wir diesen gut 2,5 m großen Troll. Zudem scheint dieser Ort eine ganze Menge an Schmieden zu haben die ihre Erzeugnisse überall im Ort plazieren. Sehr zu Juttas Leidwesen ist das Geschäft geschlossen, Mittagspause. Daher können wir uns mögliche Verstärkung für unsere Trolle zu Hause nur durch die Schaufenster ansehen. Weiter geht es vorbei am See in Alleghe in Richtung Agordo und dann rauf zum  Passo di Rolle.
Oben das üblic
he Bruchetta und ein Cappu dazu. Etwas Leute gucken, bevor es dann weiter geht.  Hinterm Passo die Rolle runter, vorbei an der Stelle, an der sich ein Bekannter vor 3 Jahren abgelegt hatte. Ehe wir uns versehen sind wir durch Moena durch und am Karerpass. Am Karerseee vorbei zurück nach Welschnofen.

 


 
4 Tag:
 
Für heute steht der “Kaiserjägerweg” auf dem Programm, so ich ihn den finden werde. Schon vor der Abreise habe ich versucht den Einstieg zu diesem ehemaligen Versorgungsweg aus der Zeit des ersten Weltkrieges im Internet zu finden. Doch soviel ich auch recherchierte, etwas genaues lies sich nicht finden. Nun ja zumindest die grobe Richtung war bekannt. Zunächst einmal rauf auf die Autostrada Richtung Trento und über die SS47 bis Pergine. dort decken wir uns im Supermarkt mit etwas zu trinken ein und ich nutze die Gelegenheit mir die Landkarte nochmal anzusehen. Eigentlich kann es nur die Strasse sein die in Zivignago hinter der Kirche abgeht und oberhalb des Leviciosee verläuft. Immer schmaler wird die Strasse und hin und wieder kommen wir an einer abgelegenen Ansiedlung vorbei. Falsine, von hier müsste es nun in Richtung Vignola gehen, so denken wir. Hinter der nächsten Kurve dann so wie es scheint das aus, wir müssen umkehren, denn die Strasse ist gesperrt. Über uns in der Felswand hängen zwei Arbeiter an Seilen und bohren wohl neue Befestigungen für Auffangnetze aus Stahlseilen in den Fels.

 
 
 




Bevor wir uns entschlossen haben umzukehren werden wir jedoch von oben aus den Felsen angerufen, nach einigem hin und her unter zu Hilfenahme der Hände verstehen wir endlich was sie wollen. Wir sollen die Ansperrung aufseite ziehen und ruhig durchfahren... Italien halt, in Deutschland hätten wir schön brav umkehren dürfen.
Nachdem wir die Baustelle durchfahren haben geht es weiter in Richtung Compet, so steht der Ort zumindest in der Karte. Doch zunächst lädt ein Rastplatz oberhalb des Leviciosee zu einer kurzen Rast ein. 
Weiter geht es immer schön durch Wald und am Hang entlang und mit jeder Kehre weiter hinauf. Kurze Zeit später sind wir in Compet, das Timing passt und eine Bar ist auch da und so lassen wir es uns bei Latte und Cappuccino gutgehen.
 
Nach der Stärkung geht es weiter und wir geniessen die Kurvenreiche Abfahrt über die SP11 zur Levicio Therme. Weiter geht es nun über Valsunga und Telve dem nächsten Tagesziel entgegen, dem Manghenpass. Gegen Mittag sind wir auf der Passhöhe, passt grade schön für ein Essen in der Manghenhütte, für die Lage echt gemässigte Preise bei leckeren Portionen.

 

Über Cavalese, das Lavaze Joch geht es an diesem Tag dann wieder zurück ins Hotel nach Welschnofen. Später endecke ich dann auf einer der Karten die ich mir zu Hause im Internet gezogen habe dann den Kaiserjägerweg, sogar beschriftet ist der so, nur leider auf der anderen Seite des Leviciosee. Nun was soll es, fahren wir irgendwann noch mal hin. Die Strecke über die SP 11 Strada Provinciale de Vignola e Panarot hatte auch ihren Reiz.

 
Tag 5:
 
Für den heutigen Tag haben wir den Bereich nordwestlich von Bozen auf dem Programm. Mendelpass - Campen Joch - Jaufenpass und Penser Joch stehen auf dem Programm. Also runter durchs Eggental bis Bozen, durch Bozen durch an San Paolo vorbei rauf auf den Mendelpass. Wir haben auch an diesem Tage unverschämtes Glück mit dem Wetter. Oben auf dem Mendelpass halten wir nur kurz auf ein Eis und mal eben geguckt wie hier das Angebot an Trollen als Mitbringsel ist. Weiter geht es Richtung Fondo, hier nutzt Uwe die Gelegenheit zum Zündkerzenwechsel, na ja und wenn schon mal dabei, dann wird auch eben mal schnell die Vergaser Synchronisation geprüft und nachjustiert. Da ich schon öfter mit Uwe unterwegs war, wundere ich mich nicht mehr über all die Dinge die er aus den Koffern seines Motorrades ans Licht fördert. Nachdem der Boxenstop erledigt ist geht es weiter Richtung Campen Joch. Die SS238 nach Meran hin ist ganz nett zu fahren und so erreichen wir Meran zügig. Wir halten uns jedoch nicht lange auf, fahren ein wenig in Meran herum bis wir die Strasse nach St. Leonhard im Passaiertal finden. Da geht es dann wieder in Serpentinen rauf zum Jaufenpass. Wie schon sooft in den letzten Tagen festgestellt, wird auch hier an den Strassen heftig gearbeitet, ob sich die Kommunen in Südtirol damit schon auf die immer wieder angekündigte Maut für Pässe vorbereiten?
 
Aber sei es drum, jetzt grade bewirkt die Bauerrei nur mal wieder einen Stau und mein Luftgekühlter Boxer strahlt vor der roten Ampel ganz schön von unten seine Wärme ab. Endlich sind wir oben auf dem Jaufen und wir gönnen uns eine kurze Pause.
 
 
 
Uwe kann wohl nicht umhin die drei Holländer neben uns zu fragen wo den an Ihren Joghurtbechern die Anhängerkupplungen sind, doch entweder sind sie zu sehr damit beschäftigt sich aus ihren Lederkombis zu schälen, oder Sie verstehen uns Gottlob nicht. Nach einem Eis am Stiel heisst es dann wieder aufgesessen, das Gestöhne meiner Mitreisenden von Wegen ihres Hintern und der nicht mehr ganz so guten Sitzbänke ignoriere ich übrigens einfach. Mein Sitzfleisch fühlt sich wohl da wo es ist, auf der Sitzbank. Über Vipiteno geht es Richtung Penser Joch. Auch hier wird gebaut doch hält es sich in Grenzen.





 
 
 
 
 
 
 

 
Jetzt noch rauf zum Penser Joch, da es uns heute nur ums fahren geht halten wiruns auch dort nicht lange auf.
 
Nach dem ganzen rauf und runter, den Kehren und dem Rummel auf den Pässen, geniessen wir nun das schöne zügige fahren im Sarntal. Überall richt es noch nach Heu und Ernte. Wer es noch nicht kennt, der sollte es ruhig mal durchfahren. Landschaftlich wirklich reizvoll. Nur aufpassen sollte man kurz vor Bozen, es stehen dort öfters schon mal Carabinieri mit der Laserpistole und leicht kann dann der Urlaub etwas teurer werden.

 


 
Tag 6:
 
Am sechsten Tag gönnen wir uns einfach eine fahrerische Auszeit. Praktisch das Uwe das Auto mit dabei hat. Nach dem Frühstück wollen wir San. Paolo “Historisches Dorf” angucken. Das liegt direkt bei Bozen auf dem Weg zum Mendelpass. Na ja von unten gesehen sogar ganz nett, doch als wir den Ort erreichen sind wir schon was enttäuscht. Also erst gar nicht lange aufgehalten und ab nach Bozen. In der Nähe des Bahnhofes rein ins Parkhaus, raus aus dem Auto und ab in die Stadt. Und wie schon in 2004 haben wir unverschämtes Glück, im Naturmuseum ist wieder eine Fotoausstellung und das beste, umsonst. 2004 waren dort Bilder des Naturfotografen Lanting ausgestellt. Dieses mal sind es Bilder von Bernhard Edmaier, in denen er Aufnahmen von unberührten Gegenden zeigt. Wenn ihr also mal in Bozen seid schaut einfach mal rein ins Naturmuseum, es lohnt sich meistens.
Sehenswert ist in Bozen aber auch der Markt. Hier springen einem neben Blumen in allen Farben auch kunstvoll angerichtete Gemüse-stände förmlich an. Sein es getrocknete Paprika oder Tomaten, alles wird einfach nur schön aufgebaut.
 


 
Tag 7:
 
Welschnofen - Karerpass - San Pellegrino - Falcalde - Canale di Agordo - San Tomaso - Ronch - Alleghe - Passo di Giau - Valperola - Sella - Grödnerjoch - Manzin - Karerpass - Welschnofen. Das haben wir uns für den heutigen Tag vorgenommen. 
 
 
Das läßt sich ganz gut fahren und verspricht auch richtig nett zu werden. Nun ja wären mir da auf der Karte nicht diese schöne kleine Linie aufgefallen. Doch dazu gleich mehr. Da wir uns für diesen Tag vorgenommen hatten irgendwo nett zu picknicken, kaufen wir in Alleghe noch schnell was ein.
 
Was für ein Zufall das es in diesem Allimenteri auch Trolle gibt. Die Zahl unserer Trollreisebegleiter wächst fast täglich an. Kurz vor Cencenighe Agordino, da muss es irgendwie links abgehen, rauf in Richtung San Tomaso. Auf die so nett anzusehende kleine Strasse. Ja und irgendwie war dann da auch eine nette kleine Strasse. Kurz und gut die Strasse wurde immer schmaler und mündete in einem netten kleinen Ort mit so ungefähr 10 - 15 Häusern. Uwe hatten wir Zwecks Reduzierung seines Touren-gewichtes hinter uns gelassen, der holt uns schon wieder ein, daß paßt schon. Im total unübersichtlichen Ortskern des Ortes, der auch irgendwie kein Ortsschild hatte, endete unsere Ortsrundfahrt dann abrupt mit dem Vorderrad auf einer Fußmatte. Eine überaus freundliche Frau versuchte mir wohl zu erklären das es hier nun nicht wirklich mehr weiter geht. Na ja wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich nicht grade mit Jutta hinten drauf und mit so guten 15 % Gefälle nach vorne auf einer Fußmatte am Ende eines Ziegenweges gestanden hätte. 
Na ja also die Dicke irgendwie rückwärts bergauf geknechtet, im Stall gewendet und zurück. Na ja eigentlich sollte uns Uwe nun entgegenkommen. Wäre er auch, wenn ich es nicht geschafft hätte mich in diesem Labyrinth von 15 Häusern zu verfahren. Gott sei dank ging diesmal das wenden einfacher. An der Hauptkreuzung des Ortes trafen wir dann auch Uwe wieder. Na ja blieb uns nach einem weiterem Fehlschlag dann auch nichts anderes mehr übrig, als wieder runter nach Cencenighe zu fahren und das erlebte bei einem Cappu zu verdauen. So gestärkt ging es nun rauf zum Giau, einem der Pässe mit der bombastischsten Rundumsicht die ich kenne.
 
Nach unserm Picknick wird es so langsam Zeit das wir uns auf den Rückweg machen. Zum einen weil wir ja noch etwas zu fahren haben und zum anderen wollen wir noch in Manzin anhalten. Na ja muß halt sein, den dort gibt es in einer Pizzeria echt angemessene Eisportionen und die haben wir uns heute verdient.

 


 
Tag 8:
Da Uwe heute eine Auszeit nimmt, haben wir uns entschlossen noch eine kleine Runde zu drehen. Pellegrino - Valles - Pordoi - Fedaja. Na ja und zudem wollten wir noch mal in Palue vorbeischauen ob der Laden mit der mega Trollauswahl offen hat. Er hatte und die Troll Reisebegleitung wurde wieder erweitert.
Viel gibt es hier nun nicht mehr zu erzählen. Es geht halt aufs Ende zu. Ein paar sehr schöne Tage in den Dolomiten gehen zu Ende. Wir lassen uns einfach nur noch was treiben, schlürfen hier und da einen Cappu und lassen es uns einfach nur gutgehen.

 


 
Tag 9: 
Es ist soweit, die Tage Voll auf Touren gehen nunmal auch mal zu Ende. Uwe hat sein Bike schon auf den Anhänger fest verzurrt. Wir bepacken unsere Mopeds und verabschieden uns von den Nigglhofern. Wir wissen nicht wann wir wieder hierhin fahren, nun ja sechs mal Voll auf Touren in den letzten Jahren ist ja auch ne Menge. Aber ich zumindest hatte schon oft gesagt nächstes Jahr nicht.
Uwe macht sich auf den Weg, er will in einem Rutsch durch nach Hause fahren.
Wir sind auch startbereit. Unser Ziel für heute ist zunächst mal das Allgäu. Über die Autobahn / Brenner zunächst bis Innsbruck und dann über Land weiter.
 
 
Hier soll ab September 2007 der Tunnel aus Richtung Bozen kommend enden. Schade für Kurven- und Landschaftsbesessene Biker. Für Anwohner eine ist das natürlich eine große Verbesserung, ich jedoch, werde die Überhänge und engen Schluchten vermissen.

Nach einigen kleineren Staus auf der Brennerautobahn erreichen wir bei bestem Wetter dann Innsbruck. Hier geht es dann runter von der Bahn und rauf auf Landstrassen.
Von Innsbruck ging es dann über den Seefeldersattel nach Seefeld. Dort dann an der Leutasch entlang durch die Leutaschklamm nach Mittenwald. Entlang der Leutasch, die kleine Strasse hatten wir fast ganz für uns alleine.
 

Über Garmisch - Reute und Füssen dann bis Isny - Unterried sind wir noch schön was durchs Allgäu gefahren. Unser Tagesziel für heute ist erreicht. Die Bikes stehen im Schatten auf dem Parkplatz vom Gasthof Hirschen in Unterried bei Isny. Gasthof Hirsch in Unterried.  

Irgendwie hat er was, sei es die dunkle Gaststube, das sehr gute Essen, das reichhaltige Frühstück oder aber die echt super Zimmer. Wir können ihn nur empfehlen. Leider ist der Hirsch nur über Telefon erreichbar.

 

Nach Obe

 

 

K   Designed by beesign wien
| by Lupus Impressum