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Für dieses Jahr steht die Lombardei, genauer die Oberitalienischen Seen auf dem Programm. Über das Allgäu - Österreich - Lichtenstein und die Schweiz soll es an den Lago di Idro gehen. Da wir schon so viel gute Erfahrungen mit dem Gasthof Hirschen im Allgäu gemacht haben, ist klar das wir dort wieder am ersten Tag einkehren werden. Doch zunächst haben wir am Abfahrtstag schon mal Startprobleme, Juttas Transalp will nicht starten. Erst nachdem wir die Batterie etwas nachgeladen haben springt sie unwillig an. Dieses Jahr fahren wir nicht nur mit Karte, nein ein Navi soll uns auch den Weg weisen. Das dieses nicht ganz so reibungslos läuft und auch anderes die Urlaubsfreude etwas trüben wird, dass können wir zu Beginn der Reise noch nicht ahnen.Jetzt sind wir erst mal gut im Allgäu gelandet und tun uns gütlich am leckerem Abendessen im Hirschen. Am nächsten Tag gut gestärkt durch das Hirschenfrühstück und nachdem wir von der Wirtin erfuhren, das ihre Schwester im Erftkreis wohnt, geht es ab in Richtung Vorarlberg.

Kurz vor Au auf der rechten Seite bei einem Betonwerk halten wir wie genau vor 2 Jahren an der Gartenwirtschaft – Zum Fischteich , www.fischteich-au.at an.(GPS Daten dazu N47 19.932 E9 58.133). Frisch geräucherte Forelle , gerade passend zum zweiten Frühstück
 

 

Am nächsten Tag sieht es nun schon wieder anders aus. Es ist zwar noch nicht sonnig, doch es verspricht trocken zu bleiben. Noch gut gefrühstückt und ein paar Worte mit dem Hotlier gewechselt und wir sitzen wieder auf. Heute sieht man auch was von der Gegend links und rechts der Strasse. Graubünden hat tatsächlich was, nette Strassen und eine sehr schöne Landschaft. Nach ein paar Kilometern sind wir wieder in Thusis. Jetzt heist das erste Ziel Via Mala. Erinnerungen werden wach, wie war das nochmal in der damaligen Serie. Nach kurzer Fahrt sind wir am Eingang zu Via Mala. Wir haben Glück, da wir ziemlich früh da sind ist der Parkplatz mit Aussichtsplattform am Anfang der Schlucht noch nicht voll belegt. So haben wir Zeit und Muse uns estwas umzusehen und ein paar Fotos zu schiessen. Doch wir wollen ja heute noch bis zum Idro See und so drängelt es etwas mut der Weiterfahrt. Vorallem wo es gleich über den Splügen Pass gehen wird. Wie sagte ein Bekannter "Irgendwann verliert es sich im Gewirr von Kurven und Tunnels. Links und rechts der Autobahn fahren wir weiter bis nach Sufers, jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Pass. Wir nutzen die Gelegenheit nochmal billig zu tanken und auch um den Frühstückscafe wegzubringen. Was wir nicht tuen, ist hier schon mal nach einem Splügenpass Aufkleber zu gucken, leider. Denn wie sich später herausstellt, wird es auf der Passhöhe keinen zu kaufen geben. Je näher wir dem Pass kommen, destso seltsamer wird die Ansage aus dem Navi, da behauptet die Stimme doch immer wieder, in 10 Kilometern umkehren, in 8 Kilometern umkehren. Seltsam, ich halte an um es zu kontrollieren. doch die aufgespielte Route ist richtig. Erst viel später, in Italien werde ich bemerken, dass ich beim letzten Kartenupdate, die Karten für Italien nicht wieder mit aufgespielt habe. Tja blöd, aber nun nicht mehr zu ändern. Aber da ich immer noch Karten dabei habe wird es halt auch so gehen. Das die fehlenden Karten an diesem Tage mein kleinstes Problem sind, werde ich erst ein paar Kilometer weiter feststellen. Jetzt gilt es mal erst wieder runter zu kommen. Jutta kämpft sich brav durch die Tunnels und Serpentinen, doch merke, dass sie froh sein wird wenn es endlich wieder was grader voraus gehen wird.
 
Wir sind jetzt kurz vor dem Comer See, Bergamo noch und dann Autostrada Richtung Brescia und dem Lago di Idro. Wir halten nochmal kurz um was zu trinken. Als wir weiter wollen kommt vom Anlasser der Dicken unter mir jedoch nur ein müdes klick klick.... so ein Ärger. Die Batterie scheint beschlossen zu haben, das sie nun leer ist und ich die BMW gefälligst ankicken soll. Na das kann ja lustig werden, denn es sind noch gut was an die 200 Kilometer. In Bergamo verliere ich dann noch Jutta beim abbiegen auf die Autostrada, erst jetzt mal 3 Kilometer zur nächsten Möglichkeit auf der anderen Seite zurück zu fahren. Wieder dort angekommen wo ich Jutta im gewirr von drei direkt aufeinander folgenden Kreisverkehren verloren habe, ist sie dort nirgendwo zu sehen. Also anhalten und Handy raus, die Dicke geht aus, Klasse hoffentlich bekomme ich sie wieder an.
Jutta hatte mich wohl noch abbiegen sehen, kam aber nicht mehr rüber und musste erst eine Kreiselrunde drehen. Jetzt steht sie da wo ich zuvor gewendet hatte. Die Dicke kommt beim zweiten Kick und so sind wir bald wieder vereint. Bis zum Idrosee zieht es sich noch wie Gummi und die Gegend zwischen Bergamo und Brescia ist auch nicht grade von der unterhaltsamen Art. Dott sei Dank finde ich in Brescia auf Anhieb den Abzweig zum Idro See. Am späten Nachmittag sind wir ziemlich geschafft, aber endlich angekommen.

Wir sind da, Camping Venus am Lago di Idro, Platz 54. Schön umgeben von unseren Niederländischen Nachbarn bauen wir unser Feriendomizil auf. Das entpuppt sich als gar nicht so leichtes Unterfangen. Der Boden auf dem Campingplatz scheint in den ersten 5 cm aus Erdboden und ab da aus Granit zu bestehen. Unsere Häringe geben den Geist auf, verbiegen sich gnadenlos. Also müssen wir am nächsten Tage erst mal gucken wo wir etwas stabileres her bekommen. Für diese Nacht muss es einfach gehen. Nachdem sich der Ärger über die BMW und den Platzboden etwas gelegt hat, suchen wir uns erst einmal ein Ristourante. Auf dem Campingplatz gibt es leider nur Frühstück, aber ein paar Meter die Strasse Richtung Idro zurück werden wir fündig. Idro See
Ein leckeres Essen und das ein und andere Bierchen lasssen den Ärger dann schon etwas verfliegen. Zurück auf dem Campingplatz gönnen wir uns an der Bar noch ein Bierchen und schauen dem Treiben der übrigen Campingplatzgäste zu. Doch irgendwie sind wir ziemlich fertig und so trollen wir uns in unsere Penntüten. Am Morgen haben wir dann die Qual der Wahl- Frühstück Süß oder Frühstück Sauer. Ich entscheide mich für das Frühstück Sauer, Pane, Butter, Käse und Schinken, dazu Cafe Americano.
Jutta nimmt Süß. Aber auch das ändert nichts daran, das die Brötchen zwar sehr viel-fältig in ihren Formen sind, doch der Geschmack ist immer der gleiche.
Viel später erfahren wir, das es am Grundteig liegt, man ist mit dem Salz im Teig sparsam, sozusagen so sparsam, das überhaupt kein Salz darin ist. So in unser Frühstück vertieft schrecken wir plötzlich hoch "Attenzione Attenzione" scheppert es aus Lautsprechern über uns. In drei Sprachen wird mittgeteilt wer Post bekommen hat und das Bestellungen für Lasagne bis 11:00 Uhr abzugeben sind. Diese fast täglichen Ansagen haben ein wenig was von M.A.S.H, dem Film in dem auch täglich Corp. Radar O'Railley seine Durchsagen machte.

Am nächsten Tag heist es erstmal, Häringe in der Ausführung XXL zu besorgen. Im Campingalimenteri gibt es keine mehr. Aber die Chefin erklärt uns wo wir welche herbekommen. Am gegenüber liegendem Seeufer sei ein Haushaltswarenladen, dort soll es die guten geben. Also auf auf die Dicke, der hat das Batterieladen gut getan, zumindest springt sie an. Um den See rum ist es ganz nett und wir sind flott in Idro Ort. Dort bekommen wir in einem so richtigen Haushaltswarenladen die benötigten Häringe, da der Boden ziemlich hart ist kaufe ich direkt noch einen Hammer in entsprechender Größe dazu. Und wenn wir schon mal das sind, dann können wir gleich noch was um den See herum fahren, zumidest fast ganz herum. Das letzte Stück ist leider nicht befahrbar und so geht es zurück zum Zeltplatz. Fahren wollen wir heute eh nicht viel. So hängen wir ein wenig ab, besfestigen unser Zelt mit den neuen Häringen noch was und überlegen uns wie es die nächsten Tage weiter geht. Ich ärgere mich noch was mit dem Navi rum und am Nachmittag wandern wir mal am See entlang nach Idro. Idro selbst bietet alles was man für den täglichen Bedarf an Geschäften usw. braucht, Pizzerien , Bank, Eisdiele und Zeitungsladen, alles ist da.

Da die Batterie der GS immer noch Mucken macht, muss wohl oder übel eine neue her. Die üblichen Verdächtigen Zubehörläden gibt es hier nicht. Also auf nach Sabbio Chiese, dort soll es einen Moto Shop geben. Und den gibt es tatsächlich und nach endlosem Listenblättern und Kopf und sonst wo kratzen ist auch eine Batterie gefunden. Kostet inkl. befüllen und vorladen auch nur die Kleinigkeit von 120 Euros. Aber was soll es muss halt sein.
Nach Einbau in die GS und anklemmen ans Ladegerät fahren wir zunächst mit Jutta's Transalp die Gegend erkunden.
Zwischen dem Idrosee und dem Lago di Garda gibt es eine echt schön zu fahrende Querverbindung, die SP 9 durch den Parco dell Alto Garda. Viele Kurven und in der Mitte der Lagi di Valvestino. Im ersten Augenblick sieht es an diesem Stausee aus als wäre hier ein Karl May Film gedreht worden.
 
Am Gardasee gönnen wir uns erstmal ein Eis mit Aussicht. Schön nach einer so netten Tour mal einfach nur dem Treiben hier zuzusehen.
 
 
 
 
 

 
Doch ist es uns am Gardasee zu voll und so machen wir uns nach Eis und Leute gucken wieder zurück auf den Weg zum Idrosee.

 

 

 

 

 

 


In vielen Teilen Italiens ist möglich was bei uns fast nirgendwo geht, Schotterpisten fahren. Auch in der Nähe des Idro gibt es hierzu reichlich Gelegenheit und diese dann sogar auf einer offiziellen Strasse, dem Paso di Croce Domini, dem Colleto delle Crocette. Diese sind teilweise nur geschottert und auch wir lassen uns einen Abstecher dahin und über den Schotter nicht entgehen. Zumal die Landschaft um diese Pässe herum auch sehenswert ist. Schon die Anfahrt ist einfach nur schön.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In Anfo verlassen wir die SPBS 237 (Strada Provinziale Brescia) und biegen links ab in Richtung Bagolino. Nach einigen Kurven und Kehren (Untertreibung), wechselt mit jedem Kilometer die Landschaft. Hinter Valle Dorizzo ist dann bald auch Schluß mit höherem Bewuchs. Über den Colleto Gaver und dem Coletto di Gadino geht es weiter zum Croce Domini.  Nach einem Cappu in dem dortigen Gasthof geht es ab auf den Schotter. Richtung Passo di Maniva ist die Strecke nur hin und wieder richtig asphaltiert. Am Ende geht es dann wieder Richtung Bagolini und zurück zum Idro See.

Nach so einem Schotter und Kurventag darf es ruhig mal etwas ruhiger angegangen werden, wir entschliessen uns mal nach Sirmione, ein Ort auf einer Halbinsel im südlichen Teil des Gardasees zu fahren. Über Vestone, Vobamo geht es weiter nach Desenzano del Garda. Scheinbar wollen dort an diesem Tage alle hin. Elendig lange Autoschlangen vor den vieleb Kreisverkehren. Doch schnell passt man sich den Italienischen Moto Fahrern an und fährt einfach vorbei. Doch dauert es immer noch ziemlich lange bis wir da sind. Die Motorräder nur noch gut geparkt und es kann losgehen. Der Eingang zum Ort wird über eine Burganlage bestimmt.  Dahinter tut sich dann eine Unzahl von kleinen Strassen und Gassen auf. Vollgesopft mit Hotels, Eisdielen und Souvenirläden. Dazwischen aber auch immer wieder Wohnhäuser und auch nette kleine Lokale.
 
 
 
 
 
 

Die Besichtigung der Burganlage ist dahingegen nicht so das Highlight. Mann kann lediglich die Mauern und Türme begehen.
Eine Ausstellung oder ähnliches war zum Zeitpunkt unseres Besuches dort nicht.Interresant ist aber, dass dort die Mauern bis ins Wasser gehen und darin über Tore gesichert kleine Anleger / Häfen sind.

Wird fortgesetzt.................
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